The Refugees

Künstler_innen mit Biographien, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Das Projekt “the Refugees” ist eine eher untypische Band.

Die Musiker_innen kommen aus zig Ländern, spielen unterschiedlichste Stile von Hiphop über Worldbeat bis zu Rockmusik und haben nur selten die Möglichkeit gemeinsam zu proben. Was sie eint, ist ihre Lebenssituation:

Als Bewohner von Asylbewerberheimen haben sie kaum Möglichkeiten, sich selbst zu entfalten. Für eine Fortführung ihrer musikalischen Laufbahn, die oft schon in den Heimatländern begonnen hat, ist im deutschen Asylrecht kein Platz. Die Residenzpflicht für AsylbewerberInnen verhindert Auftritte abseits des aktuellen Wohnorts, mit 40 Euro Taschengeld im Monat sind Instrumente ohnehin unerschwinglich und behördliche Schikanen tun den Rest. Dass die Lebensbedingungen in Asylbewerberheimen kaum kreativitätsfördernd sind, ist wohl obsolet zu erwähnen.

“The Refugees“ will das ändern. Mit dem Projekt wird zahlreichen hochtalentierten Musiker_innen aus Asylbewerberheimen die Möglichkeit geboten, dem erzwungenen geistigen und kreativen Stillstand zu entkommen. Großteils durch Spenden finanziert, ist es den Musikern von “Strom und Wasser” gelungen, Flüchtlinge aus Asylbewerberheimen der ganzen Bundesrepublik auf die Bühne zu kriegen. Das klingt dann ziemlich abgefahren und zugleich bietet es Raum, sich mit ganz anderen, aber sehr realen Lebenswelten auseinander zu setzen.

Parallel zum Konzert bieten Infotische verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen und Initiativen die Möglichkeit, sich weitergehend mit der Lage von Flüchtlingen in Deutschland und der EU zu beschäftigen. Weitergehend sind alle Gäste aufgefordert, alte Instrumente zu Spenden. Die Tour der Refugees ist an eine Sammelaktion für Flüchtlingslager gekoppelt, wo eine alte Klampfe ein erhebliches Stück Lebensqualität darstellt.