Samstag, 15.6.2013: Auftaktkonzert im Stibrvch mit FaulenzA, Magnus und Cressy Jaw

„Seither ziehen sie mit Riffs und Offbeats durch die Lande, um ihre Botschaft einer freieren Welt zu verbreiten.“ So beschreiben sich Cressy Jaw, eine Band der Brüder Alexander, Jan und Bastian aus Gießen, die zusammen mit FaulenzA und Magnus das Auftaktkonzert des festival contre le racisme 2013 in Göttingen musikalisch gestalten werden. Den Beginn wird um 21.30 Uhr FaulenzA machen, „ein politischer Punkliedermacher, mit anarchischem Witz, der politische Themen mit schwarzen Humor vermischt und ehrlich und authentisch rüberbringt.“ Die aus drei jungen Musikern bestehende Band Magnus arbeitet mit Cello, akustischer und elektrischer Gitarre, Schlagzeug und elektronischen Beatelementen. Mit diesen kreieren sie einen eigenwilligen Klang und sorgen für schwebenden bishin zu brachialem Sound. Im Anschluss an die vielseitige Live Musik wird noch ausgiebig zu „Weltmusik, Classischem und Schrägem“ getanzt werden, so die Ankündigung von DJ Musikweltenbummler. Das Ganze findet in den Räumlichkeiten des Stibrvch auf dem Zentralcampus statt, für einen Eintritt von 3 Euro plus Soli.

Uhrzeit: 21 Uhr
Wo: Stilbrvch (Keller des VG auf dem Zentralcampus)
Preis: 3 Euro (plus Soli)

Montag, 17.06.2013: Filmvorführung und Diskussion zu „Can‘t be silent“

Im Frühjahr 2012 starten Musiker aus aller Welt gemeinsam mit Heinz Ratz und seiner Band Strom & Wasser eine Konzertreise. Die Hälfte der beteiligten Künstler sind Flüchtlinge in Deutschland und müssen viele Hürden überwinden, um diese Tour zu realisieren. Der Film begleitet sie dabei.
Auch in Göttingen hat die Tour letztes Jahr im Rahmen des Festival contre le racisme Halt gemacht. Dieses Jahr gibt es statt Konzert den Film inklusive Diskussion mit der Regisseurin Julia Oelkers und einem der Protagonisten, Meisam Amini.

Uhrzeit: 20 Uhr
Wo: Kino Lumière (Geismar Landstraße 19)
Eintritt: 3,- Euro (Basispreis) / 6,- Euro (Solipreis)

Dienstag, 18.6.2013: Studienfinanzierung für ausländische Studierende

Wie finanziere ich mein Studium? Bekomme ich Bafög? Mehr noch als bei deutschen Studierenden stellt sich bei internationalen Studis die Frage nach der Finanzierung. Die Regeln sind nicht einheitlich und oft nur schwer verständlich und nicht immer bekannt. Unsere Referentin Ouattara Maimouna vom Bundesverband Ausländischer Studierender wird ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. In einem kurzen Vortrag erläutert sie die grundsätzlichen Regelungen und erklärt, wo sie Änderungsbedarf sieht. Im Anschluss kann natürlich gefragt und diskutiert werden.

Uhrzeit: 18 Uhr
Wo: VG 1.104 (Zentralcampus)
Eintritt: kostenlos

Mittwoch, 19.6.2013: Filmvorführung und Diskussion zu „Little alien“

Sie sind Teenager, die allein und unter größter Gefahr aus den Krisenregionen der Welt nach Europa flüchten – in der Hoffnung auf eines: ein Leben zu haben. Hier angekommen kämpfen sie für ein normales Leben und gegen ein System, das von ihnen verlangt, ihre Jugend einer ungewissen Zukunft zu opfern. Der Film zeigt die Situation der geflüchteten Jugendlichen an verschiedenen Orten in bzw. „am Tor zu“ Europa auf.
Nach dem Film steht die medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen für Fragen und Diskussion zum Thema „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ zur Verfügung.

Uhrzeit: 17:30 Uhr
Wo: Kino Lumière (Geismar Landstraße 19)
Eintritt: 3,- Euro (Basispreis) / 6,- Euro (Solipreis)

Donnerstag, 20.6.2013: Alles eine Frage des Alters? Die Altersfestsetzung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in der Kritik

Das chronologische Alter ist in Deutschland rechtlich von hoher Bedeutung. In anderen Teilen der Welt jedoch wird das Alter nicht anhand von Geburtstagen oder Lebensjahren, sondern anhand anderer Faktoren bestimmt. Außerdem werden Ausweispapiere von Flüchtlingen z.T. einbehalten oder gehen auf der Flucht verloren. Dadurch können unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in vielen Fällen den „Beweis“ ihres Alters nicht erbringen. Zusätzlich wird ihnen aufgrund einer in Deutschland vorherrschenden „Kultur des Zweifelns“ und des Misstrauens gegenüber „fremden“ Menschen ihr angegebenes Alter nicht geglaubt. Es reicht also nicht eine bedrohliche Situation erlebt und einen beschwerlichen Fluchtweg hinter sich gebracht zu haben. Hier angekommen erwartet die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge eine weitere Grenze, die Grenze des Alters.

Die medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. nimmt sich im Rahmen dieses Vortrags der Problematik der Altersfestsetzung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge an.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen:
· Welche Verfahren werden zur Festsetzung des Alters verwendet und inwieweit sind diese kritisch zu betrachten?
· Welche Konsequenzen sind mit einem „Ältermachen“ verbunden?
· Inwieweit lässt sich die Altersfestsetzung in den Kontext restriktiver Flüchtlingspolitik einbetten?

Abschließend wird die spezifische Situation in Göttingen thematisiert.

Uhrzeit: 16 Uhr
Wo: ZHG 104 (Zentralcampus)
Eintritt: kostenlos

Donnerstag, 20.06.2013: Regierungswechsel – Ändert sich jetzt die Migrationspolitik?

Unter anderem mit dem Versprechen einer menschlicheren Flüchtlingspolitik hatten SPD und Grüne im Januar 2013 die Landtagswahl gewonnen und stellen seitdem die Regierung. Und in der Tat sind einige Veränderungen bemerkbar: Flüchtlinge bekommen jetzt in den meisten Kommunen des Landes Bargeld statt Gutscheine ausgezahlt, die vor acht Jahren abgeschobene Gazale Salame durfte im März nach Niedersachsen zu zwei ihrer Kinder und ihrem Ehemann zurückkehren – der vorherige Innenminister Uwe Schünemann hatte dies stets abgelehnt. Abschiebungen werden aber weiter vorgenommen und so fällt der Blick differenziert aus. Die Beteiligten dieser Diskussion ziehen einige Monate nach der Regierungsübernahme nun ein erstes Zwischenfazit.

Es diskutieren:
Claire Deery, Flüchtlingsrat Niedersachsen
Jawed Yazdani, Afghanische Flüchtlingsorganisation
N.N., AK Asyl
Tobias Neef, Institut für Demokratieforschung
Moderation: Benjamin Laufer

Uhrzeit: 20 Uhr
Wo: Apex (Burgstraße 46)
Eintritt: kostenlos

Freitag, 21.6.2013: Interkultur Live: Gemeinsam leben – gemeinsam feiern

Auch beim diesjährigen fclr findet im Haus der Kulturen ein interkulturelles Konzert statt. In der migrantisch geprägten Weststadt treffen Lokale Bands auf ein buntgemischtes Publikum und nutzen gemeinsam die Gelegenheit, ein Zeichen für freundschaftliches Miteinander und gegen Gewalt, Hass und Rassismus zu setzen.

Die Zukunfts-Werkstatt bietet an: Getränke, Waffeln, Salate, Gegrilltes – vegetarisch!

OpenAir Livemusik mit :
ERGÜL, Saz -Folklore unplugged
SOLH, Orient Rock
ROCKING Bs, drei Frauen spielen Rockmusik
Rotten Flesh Better Than Fresh, RFBTF sind Grietje und Annelie. Sie machen Akkustikmusik mit Gitarre, Geige, Gesang, Lippenstift und Fernweh

Uhrzeit: Ab 16 Uhr – Konzerte ab 18 Uhr
Wo: Haus der Kulturen (Hagenweg 2e)
Eintritt: kostenlos

Sonntag, 23.6.2013: Theaterauftritt der Bühne für Menschenrechte – Asyl-Monologe

Die Bühne für Menschenrechte ist ein Theaterprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Themen Migration, Menschenrechte und Asylpolitik in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit ihren „Asyl-Monologen“ will die Theatergruppe Menschen eine Stimme geben, die aus ihren Ländern flüchten mussten und in Deutschland oder anderen Ländern abgewiesen wurden, aber sich damit nicht abgefunden haben. Die Asyl-Monologe bieten diesen Menschen einen Raum, über ihre Geschichte und ihr Engagement zu erzählen und zu berichten. Mit ihrem dokumentarischen Theater will die Bühne für Menschenrechte ein breites Publikum ansprechen und zugleich dazu auffordern, selbst aktiv zu werden und sich zu engagieren.

Uhrzeit: 20:00 Uhr
Wo: Literarischen Zentrum (Düstere Straße 20)
Eintritt: gegen Soli